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DRESSUR UND FÜHRUNG

Das Ziel der sogenannten "gerechten" Führung des Jagdgebrauchshundes ist es, die Leiden des Wildes so gering wie nur möglich zu halten. Der Mensch allein ist dazu nicht in der Lage, er bedarf seines vierbeinigen Jagdgehilfen, der dank seiner Fähigkeiten, seines Instinktes und seines Beutetriebes das Wild auf kürzestem Wege in die Hände des Waidmannes bringt. Ohne den abgerichteten Jagdgebrauchshund ist tierschutzgerechtes Jagen nicht möglich. Abrichtung und Führungstechnik bedürfen zur weiteren kulturellen Entwicklung der Jagd einer besonderen Förderung. Jeder Versuch, die Abrichtung von Jagdgebrauchshunden zu beschränken, einzuengen oder laienhaft mit untauglichen Ersatzmethoden zu verdrehen, führt zum Rückschritt und zur Entgleisung der Ausbildung. Dabei ist es den Protagonisten dieser Bestrebungen offenbar gleichgültig, ob sich künftig die Leiden der Kreatur wieder vergrößern oder nicht.
So anerkannt notwendig die Bejagung unserer Wildbestände ist, so unentbehrlich müssen dann auch unsere leistungsgeprüften Jagdgebrauchshunde bleiben, um auch zukünftig eine tierschutzgerechte Jagd zu gewährleisten.


Von klein auf lernen wir viel Falsches über das Seelenleben der Tiere

In Fabeln, Märchen und sonstigen Erzählungen, die das Leben der Tiere zum Inhalt haben und ihr Verhalten beschreiben, sehen wir uns häufig denkenden, die menschliche Sprache verstehenden und sittlich oder unsittlich handelden Lebewesen gegenüber.
Macht man sich solche Vermenschlichung zu eigen, so wirkt sich dies in allen Fällen nachteilig aus, wo man Tiere abrichtet, wo sie also lernen sollen.
Für den Hund gilt dieser Nachteil in ganz besonderem Maße.
Werden doch gerade bei ihm als Haustier in erster Linie seelische Fähigkeiten verwertet. Deren falsche Einschätzung bildet ein schweres Hindernis bei der Verständigung zwischen Mensch und Hund.
Wieviel Leid kann ihm und wieviel Ärger uns erspart werden, wieviel freudiger und schneller vermag der Hund zu lernen und Zuverlässigeres zu leisten, wenn man ihn nach Hundeart behandelt und lernen läßt.

Der Wegweiser der Ausbildung soll eine dem Verstand sowie dem Gefühls und Triebleben des Hundes angepaßte Lehrweise sein.